Schulmahlzeiten in Kenia — für eine Zukunft ohne Hunger

WFP-Schulmahlzeiten als einzige Nahrung
Trockene Regionen Kenias sind dieses Jahr noch dürrer als sonst — der Regen, der von Oktober bis Dezember die Felder der Region ergrünen lässt, fiel im letzten Jahr deutlich geringer aus als nötig. Kleinbauern, die sich größtenteils nur durch eigenen Anbau ernähren, sind besonders stark betroffen. WFP hilft den Familien und bietet Kindern in den betroffenen Regionen Schulmahlzeiten an. Dadurch ist die Zahl der Kinder, die zur Schule gehen, weiter gestiegen. Für viele Kinder ist das Essen in der Schule die einzige warme Mahlzeit am Tag.

Partner für den Fortschritt
WFP und die kenianische Regierung arbeiten eng zusammen, um Kindern in den betroffenen Regionen Schulmahlzeiten zu liefern. Insgesamt erhalten dank der Programme über 1,5 Millionen Kinder eine tägliche Mahlzeit. 770.000 besonders gefährdete Vorschulkinder in den trockenen Regionen aber auch in den Slums um Nairobi unterstützt WFP mit speziell angereicherten Mahlzeiten, damit Mangelernährung gar nicht erst auftritt.

Anreiz zur Bildung
Viele Eltern sehen die Hilfe von WFP als einzigen Weg, ihre Kinder ausreichend zu ernähren. Die Schulmahlzeiten sind so ein wichtiger Anreiz für Familien, in die Bildung ihrer Kinder zu investieren. Ohne Schulmahlzeiten hätten viele Kinder gar nicht die Möglichkeit zu lernen, da ihre Arbeit sonst auf den Feldern und zu Hause gebraucht würde, um alle Familienmitglieder satt zu bekommen.

Mangelnde Finanzierung
Um die Schulspeisungsprogramme für über 700.000 Kinder aufrecht zu erhalten, benötigt WFP ab Mai weitere 7,9 Millionen US-Dollar. Die Finanzierung ist in dieser Zeit des Jahres besonders wichtig, weil die Vorräte der Vorjahresernte zur Neige gehen während die neue Ernte noch Monate entfernt ist. Besonders in dieser Zeit ist es essentiell, regelmäßig Schulmahlzeiten bereitzustellen, da sich sonst viele Familien gezwungen sehen, ihre Kinder zur Arbeit zu schicken.

Rauchzeichen
“Wenn morgens der Rauch aufsteigt, wissen wir, dass Essen gekocht wird und wir zur Schule gehen können”, erklärt der 13-jährige Thomson. Thomson will später Pilot werden. Das tägliche Essen zieht die Schüler wie ein Magnet in die Schule und hilft ihnen, sich auf den Unterricht zu konzentrieren.

Weise Worte
Der 15-jährige Gerald Lenanyankerra trägt ein Gedicht vor, in dem er WFP für die Mahlzeiten in seiner Schule dankt. „Ein hungriger Mensch ist ein zorniger Mensch. Nur ein voller Magen bringt Freude und Frieden im Leben. Viele von uns kamen nicht in die Schule, um zu lernen, sondern um zu essen. So wie wir unsere Köpfe füllen, füllen wir unsere Mägen.“